Freitag, 24. Februar 2017

Wie du dich von aufkommender Zukunftsangst nicht lähmen lässt

Besonders vor großen Entscheidungen wie Heiraten, Umziehen oder Kinder kriegen, überkommt uns meist eine große Angst vor der Zukunft! Was, wenn ich mich "falsch" entscheide? Muss ich dann die schlimmen Konsequenzen alleine ausbaden? Begehe ich womöglich gerade einen "großen Fehler", den ich später mal bereuen werde?

Die meisten von uns kennen solche oder ähnliche Gedanken. Wir versuchen uns gedanklich unsere Zukunft vorzustellen und je nach dem welche Bilder uns dabei in den Kopf kommen, rutscht uns entweder vor Angst das Herz in die Hose oder wir sind ganz entzückt von all dem wunderbaren Potenzial, was vor uns liegt.

Binationalen Paaren werden meist schon von Beginn an irgendwelche negativen Zukunftsvisionen in den Kopf gepflanzt. Diese wirken dann, obwohl man es nicht will, auf subtile und machtvolle Weise in unserem System. Der Samen des Zweifels ist sozusagen gesät worden und wächst dort heran. Keimt er auf, erwischen wir uns vielleicht bei dem Gedanken, dass wir womöglich doch eines Tages allein(erziehend) mit Kind auf dem Arm zuhause hocken, während der (Ex-)Partner ordentlich Party macht und sich mit anderen Frauen amüsiert. Schlimmstenfalls hören wir dann schon die bemitleidenden Stimmen von Freunden und Verwandten: "Das haben wir dir doch gleich gesagt. Da hättest du dich nie drauf einlassen dürfen." Kein Wunder, dass bei diesen Horrorszenarien Ängste aufsteigen, die uns tief verunsichern.

Aller Erfahrung nach wird man um das Thema Angst und Zweifel in keiner Beziehung drum rum kommen. Es gehört in gewissem Maß zu unserem natürlichen Wachstumsprozess dazu. Wichtig ist nur, dass wir uns von diesen Stimmen nicht lähmen lassen. Vielleicht helfen die folgende Fragen (angelehnt an The Work von Byron Katie):

  • Woher weiß ich, dass wirklich etwas Schlimmes auf mich zukommt? Habe ich Beweise dafür und kann mir absolut sicher sein?

  • Wie fühlt es sich an diesen Horrorszenarien Glauben zu schenken? Was für körperliche Empfindungen kann ich dabei wahrnehmen?

  • Wie behandle ich mich und meinen Partner, wenn ich in meinen Zukunftsängsten gefangen bin?

  • Und zuletzt: Wie wäre die aktuelle Situation ohne diesen Gedanken? Kannst du den Gedanken vielleicht sogar umdrehen? Wie ist es dann?

Diese Fragen nehmen unseren Gedanken die Unumstößlichkeit und können neue Perspektiven eröffnen. Eine endgültige Sicherheit gibt es im Leben jedoch nie (und das ist auch gut so). Selbst wenn sich die Zukunft anderes entwickeln sollte als erhofft: Wäre es nur unangenehm oder wäre ich dann in echter Lebensgefahr?


"Was auch immer auf mich zukommt, ich werde eine passende Lösung finden!"

Herzlichst,
Deine Mira


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