Freitag, 23. Dezember 2016

10 Tipps für deine Fernbeziehung



Liebe auf Distanz ist oftmals ein unvermeidlicher Teil von binationalen Partnerschaften. Das ist eine harte Probe für die Beziehung, die ich selbst zur Genüge durchleben musste. Die folgenden Tipps haben mir damals geholfen und vielleicht ist auch für dich das ein odere andere dabei. Denn letzlich muss jedes Paar seine eigenen Wege finden...

Vorab: Bin ich überhaupt der Typ für eine Fernbeziehung?
Bevor man eine Fernbeziehung eingeht, darf man sich fragen, ob man überhaupt der Typ für eine Fernbeziehung ist. Dieses Modell ist eher ungeeignet für Leute, die unbedingt Körperkontakt von ihrem Partner brauchen oder zu extremer Eifersucht neigen. Am besten funktioniert eine Fernbeziehung, wenn beide Partner gerne unabhängig sind, über Organisationstalent und Verlässlichkeit verfügen und ein stabiles Selbstbewusstsein haben. Hier kannst du dich testen..

 (Kultursensible) Kommunikation ist das A und O
Eine ausgewogene Kommunikation ist das Herzstück einer jeden Beziehung. Ganz besonders gilt das für Fernbeziehungen. Lange und tiefe Gespräche sind das Hauptmedium, mit dem ihr euch trotz 1000er Kilometer Distanz ganz nah sein könnt. Nutzt daher die Zeit, um euch besser kennenzulernen. Erzählt euch von eurer Kindheit, euren Träumen und euren Sorgen. Das schafft Verbindung und stärkt das Wir-Gefühl. Ein großes Problem bei binationalen Paaren ist oft die unterschiedliche Muttersprache. Es erfordert daher viel Verständnis für den sprachlichen und kulturellen Hintergrund des Partners. Welche häufigen Konfliktfelder dabei oft auftreten, kannst du hier nachlesen.

Verlässlichkeit etablieren
Auch dieser Punkt ist ganz entscheidend für eine glückliche Fernbeziehung. Verlässlichkeit ist der Grundpfeiler für Vertrauen und das ist bekanntlich die wichtigste Zutat für eine erfüllende Partnerschaft. Macht daher feste Skype Dates aus und haltet euch an diese Termine. Pünktlichkeit, Regelmäßigkeit und ggf. eine frühzeige Absage zeigen eurem Partner, dass ihr es ernst meint. Legt diese Dinge daher zu Beginn verbindlich fest und haltet eure Versprechen. Auch hier gibt es oft kulturelle Unterschiede, deswegen nicht verzweifeln, wenn es nicht auf Anhieb klappt. It’s African time…

Euren Alltag miteinander teilen
Tauscht euch über euren Tag aus. Was hat dich beschäftigt? Was ist Lustiges passiert? Macht Fotos, schickt Videos – eurer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. So könnt ihr trotz der Entfernung zumindest ausschnittsweise am Leben eures Partners teilhaben und euch bei eventuellen Problemen gegenseitig unterstützen. Das ist auch ein guter Ausgleich für das Schwelgen in schönen Erinnerungen aus der gemeinsamen Zeit. In einer glücklichen Partnerschaft blickt man gerne zusammen in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft…

An der Eifersucht arbeiten
Eifersucht ist ein großes Thema in Fernbeziehungen. Dabei ist es wichtig sich die eigene Eifersucht zunächst offen einzugestehen und nach möglichen Ursachen zu forschen. Habe ich schlechte Erfahrungen gemacht? Ist es ein bestimmtes Verhalten des Partners, dass mich in den Wahnsinn treibt oder mag die Eifersucht zu Teilen auch kulturell begründet sein? Spätestens wenn du dich durch die Eifersucht deines Partners stark eingeengt, kontrolliert und herabgewürdigt fühlst bzw. dich anfängst sozial zu isolieren, sollten deine Alarmglocken angehen. Dies sind ernstzunehmende Anzeichen für eine krankhafte Eifersucht

Einen guten Umgang mit sozialen Medien finden
Auch Facebook, Instagram und Co. tragen einen großen Teil zu Eifersüchteleien bei. Ihr seht euren Schatz ausgiebig feiern und fühlt euch vernachlässigt? Kleiner Tipp: Streit immer besser am Telefon klären. Das ewige Hin- und Herschreiben über WhatsApp macht die Sache meist nur noch schlimmer. Sowieso ist es ratsam euch nicht ständig mit Nachrichten zu bombardieren. Lieber kleine, wirklich von Herzen kommende Aufmerksamkeiten zwischendurch und die wirklich wichtigen Themen hebt ihr euch fürs Telefon auf. Für eine private Kommunikation über soziale Medien eignet sich beispielsweise die Fernbeziehungs-App Couple.

Gemeinsame Zukunftsperspektive schaffen
Wo siehst du dich in 5-10 Jahren? Möchtest du Kinder? Wie wichtig ist dir Familie oder Karriere und was für eine Rolle spielt Religion in deinem Leben? In diesen Punkten sollten eure Lebensperspektiven kompatibel sein. Hoffe nicht darauf, dass dein Partner seinen Standpunkt schon noch ändern wird. Nimm seine Antworten ernst und frage dich, ob du seine Zukunftsvision gerne teilen möchtest. Wenn ja, dann stärkt das eure Beziehung und hilft euch Phasen der Trennung gut zu überstehen.
Bleibt zu klären, wann ihr euch wiedersehen könnt. Das Planen von Besuchen kann man übrigens in ein tolles Paar-Projekt umfunktionieren. Vielleicht erstellt ihr eine Liste mit Dingen, die ihr in der gemeinsamen Zeit gerne unternehmen wollt und teilt die Organisation der einzelnen Punkte untereinander auf. Was haltet ihr von dieser Rückwärtsuhr?…

      Das Positive sehen
Eine Fernbeziehung hat ganz klar auch Vorteile. Ihr habt ausreichend Zeit für Studium, Freunde und Hobbies. Keiner redet euch bei der Wahl eurer Lieblingsserie rein und es gibt keine nervigen Alltagssituationen. Zudem ist eine Fernbeziehung eine super Möglichkeit für die eigene persönliche Entwicklung. Was sind meine Ziele außerhalb der Beziehung? Mehr Sport, eine neue Sprache lernen oder das eigene Innenleben ergründen? Nutze die Zeit des Alleinseins. Je mehr du die Zeit mit dir genießen kannst, desto attraktiver bist du auch für deinen Partner…

      Rituale einführen
Rituale sind eine tolle Möglichkeit für mehr Beständigkeit in deiner Fernbeziehung. Dabei muss es nichts Großes sein. Eine morgendliche SMS, das Verschicken von handgeschriebenen Liebesbriefen oder ein monatliches Candle Light Dinner per Skype? Solche kleinen Gesten erfreuen das Herz und deine Freundinnen werden bestimmt ganz neidisch sein…

Die Kostenfrage klären
Eine binationale Fernbeziehung kann teuer werden. Besonders dann, wenn ihr euch in dieser Zeit öfters besuchen wollt, kommen schnell mehrere tausend Euro zusammen. Wie teilt ihr euch die anfallenden Kosten auf? In einer Beziehung ist ein ausgeglichenes Geben und Nehmen sehr wichtig. Oft ist aber gerade das ökonomische Kapital sehr ungleich verteilt. Frage dich also: Was bin ich bereit aus ganzem Herzen zu geben? Sei in diesem Punkt bitte absolut ehrlich mit dir, da es dir sonst später übel aufstoßen könnte. Könnt ihr womöglich bei Verwandten unterkommen und dadurch Kosten für die Unterkunft sparen? Mag sich dein Partner vielleicht gerne anderweitig revanchieren? Er könnte dich als symbolische Gegenleistung zum Beispiel ausgiebig massieren oder lecker für dich kochen... Wichtig ist nur, dass jeder etwa gleich viel in die Beziehung investiert (was nicht immer materieller Natur sein muss)

Die Leidenschaft beflügeln
Direkter Körperkontakt ist in einer Fernbeziehung zwar nicht möglich, aber es gibt zum Glück noch andere Wege die Leidenschaft in eurer Beziehung lebendig zu halten. Verführerische Kleidung beim Skype Date, heiße Telefonate bis hin zu Cyber Sex. Wichtig: Respektiere unbedingt deine Grenzen. Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, dann sprich es an. Zeigt dein Partner Verständnis, wirst du dich in Zukunft in der Beziehung umso mehr fallen lassen können...

Ja, das waren meine zehn Tipps für eine glückliche Fernbeziehung. Ich hoffe sie helfen euch während der vielen Monate der Trennung. Wer diese Zeit als Paar gut übersteht, der hat ein großes Hindernis genommen und kann zuversichtlich in die Zukunft schauen.

Herzlichst,
Mira





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